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Kuscheln oder Kuschen – lohnt es sich noch, sich im Job sozial kompetent zu verhalten?

Sie haben mal wieder alles gegeben – beim letzten Teamworkshop haben Sie sich bemüht, die Kollegin Müller zu verstehen, die eigentlich Ihre heimliche Konkurrentin um den Leitungsposten ist. Sie waren sehr bewegt und haben erkannt, dass die Müller Ihnen im Grunde leid tun kann.

Oder der Kollege Schmidt mit dieser schrecklichen Frau: natürlich kann er nicht die volle Leistung bringen, wenn er noch den ganzen Haushalt schmeißen muss. Das verstehen Sie und machen für ihn Überstunden, kein Problem.
Möglich, dass alles umsonst war, wenn die Müller am Ende den Leitungsposten kriegt und der Schmidt Sie hinterm Rücken anschwärzt, dass Sie nicht gründlich genug gearbeitet haben.

Es gibt diese Momente, wo sich der einfühlsame, rücksichtsvolle Arbeitnehmer fragt: Lohnt es sich wirklich, sozial kompetent zu sein, so wie es in den Stellenanzeigen steht und in den Vorstellungsgesprächen abgefragt wird: „Sind Sie teamfähig?“, heißt es da. „Wären Sie im Notfall zu Mehrarbeit bereit?“ und „Wie gehen Sie mit Konflikten im Team um?“ Sind am Ende vielleicht doch die Kollegen mit den spitzeren Ellenbogen erfolgreicher?

Neue Mitarbeiter motivieren und integrieren

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag nach der Ausbildung oder nach dem Studium? Diesen Moment vergessen Sie nie, denn er war hochemotional. Verbunden mit vielen Hoffnungen und Erwartungen und einigen Befürchtungen und Ängsten waren Sie bestimmt hochmotiviert, Ihr Bestes zu geben. Je nachdem, welche Erfahrungen Sie anschließend in Ihrer neuen Firma gemacht haben, haben Sie sich Ihre optimistische Einstellung erhalten oder Sie haben irgendwann, frustriert und demotiviert nach dem Motto „so wenig Einsatz wie möglich für so viel Geld wie möglich“ gearbeitet. Fest steht, dass jeder Mensch zu Beginn seiner Berufstätigkeit viel Motivation automatisch mitbringt. Wenn Führungskräfte also davon sprechen, ihre Mitarbeiter motivieren zu wollen, geht es eigentlich um das Gegenteil, nämlich um die Frage „Wie können wir es schaffen, unsere Mitarbeiter so wenig wie möglich zu demotivieren?“ Denn die Motivation bringt ja jeder automatisch mit. Das folgende Beispiel zeigt, wie schnell man diese Motivation wieder verlieren kann.

Sascha Baumann hat gerade sein Fachhochschul-Studium beendet und fängt heute bei Sollmann & Söhne an. Die hanseatische Reederei hat ihn als Vertriebsmitarbeiter eingestellt. Sascha will in seiner neuen Firma alles geben. Jahrelang hat er gelernt und auf Freizeit verzichtet, um sein Ziel, den Fachwirt Logistik zu schaffen, zu erreichen. Gerade eben ist er von seinem Chef Olaf Schlüter freundlich begrüßt worden und lernt jetzt seinen neuen Arbeitsplatz und die Kollegen kennen. Doch später am Nachmittag ist er irritiert. Er hat nichts zu tun. Ratlos surft er im Intranet herum und schaut sich einige Dokumente an. Einige Kollegen sprechen ihn freundlich an, einige schauen bewusst weg. Sascha kann die Situation nicht einordnen und wartet darauf, dass sein Chef endlich wiederkommt. Fehlanzeige, er kommt gar nicht mehr und so beendet Sascha seinen ersten Arbeitstag mit höchst gemischten Gefühlen. Gleich am nächsten Morgen kommt sein Herr Schlüter auf ihn zu und entschuldigt sich wortgewaltig. Es sei so viel zu tun gewesen und er hoffe, Sascha habe sich trotzdem gut eingelebt. Die Kollegen haben ihm sicher schon alles gezeigt? Sascha nickt unsicher. Was soll er auch sonst sagen? Dass sich niemand für ihn interessiert?


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